Im Fussball-Turnier der Herren erlebten die Fans ein dramatisches Finale. Die venezolanische U20-Auswahl bezwang den Favoriten Mexiko in einem nervenaufreibenden Elfmeterschiessen mit 3:2, nachdem es nach der Verlängerung unentschieden stand. Goalie-Held Diego Ochoa parierte drei Strafstösse und sicherte Venezuela das historische dritte Gold nach 1982 und 1998. Bei den Damen hielt Mexiko dagegen schadlos: Die Mexikanerinnen dominierten das Turnier und holten sich hochverdient den Titel auf dominikanischem Boden.
In der Basketball-Arena brodelte die Stimmung. Bei den Herren stürmte Puerto Rico unaufhaltsam zum Turniersieg. Im Finale liessen die Boricuas der Heimmannschaft aus der Dominikanischen Republik beim 94:75-Sieg keine Chance und revanchierten sich eindrucksvoll für das Aus im Jahr 2023. Im Damen-Basketball spielten sich ebenfalls dramatische Szenen ab: Puerto Rico sicherte sich Gold im Finale gegen Mexiko (57:44), während die Dominikanische Republik im Spiel um Platz drei Panama mit 66:53 abfertigte und sich lautstark gefeiertes Bronze sicherte.
Ein absolutes Highlight der Spiele war das Volleyball-Turnier. Während das dominikanische Herren-Team nach einer umkämpften Gruppenphase den Einzug ins Halbfinale verpasste, zeigten die Frauen weltmeisterliche Klasse. Die „Reinas del Caribe“ stürmten ungeschlagen durch das gesamte Turnier. Im grossen Finale liessen sie den Gegnerinnen vor heimischer Kulisse keine Chance, sicherten sich mit einem dominanten Auftritt die Goldmedaille und machten Santo Domingo zur Partyzone des karibischen Volleyballs.
Der "König des Sports" lieferte pure Ekstase. Im Baseball-Finale krönte sich Panama nach einem unfassbaren 8-Inning-Krimi durch ein Walk-off-Single von Héctor Rayo mit einem 1:0 gegen Nicaragua zum Champion. Für die grösste Enttäuschung der Gastgeber sorgte das frühe Ausscheiden der dominikanischen Baseballer. Doch die Wiedergutmachung folgte prompt im Herren-Softball: Angeführt von Elías Valerio, der im Finale zwei fulminante Home Runs drosch, fegten die Dominikaner den Weltmeister Venezuela mit 5:1 vom Feld und verteidigten spektakulär ihr Gold.
Auf dem Parkett der Handballer gab es in diesem Jahr kein Vorbeikommen an einer Nation: Kuba. Sowohl das Herren- als auch das Damen-Nationalteam Kubas krönte sich zum unangefochtenen Champion. Die kubanischen Damen bezwangen im Finale die Gastgeberinnen aus der Dominikanischen Republik in einem packenden Match, während die kubanischen Herren das Halbfinale gegen die Dominikaner gewannen und im Finale den Durchmarsch perfekt machten. Beide kubanischen Teams sicherten sich damit das direkte Ticket für die Panamerikanischen Spiele 2027 in Lima.
Neben dem unsterblichen Softball-Helden Elías Valerio und dem Sieger-Werfer Yan Carlos „El Pinto“ González wusste die Dominikanische Republik vor allem in den Einzelsportarten zu glänzen. Ein absolutes Glanzlicht setzte Gewichtheber-Ikone Beatriz Pirón Guerrero, die im Fliegengewicht (bis 49 kg) mit beeindruckender Stärke Gold einsammelte.
Für eine ganz besondere, emotionale Geschichte auf der Tatami sorgte die Judoka Esmeralda Damiano Guerrero (Kategorie bis 70 kg). Geboren und aufgewachsen in Basel, Schweiz, entschied sich das Kampfsport-Talent bewusst dafür, ihre europäische Heimat zu verlassen, um für das Heimatland ihrer Mutter anzutreten. Mit einer überragenden und dominanten Turnierleistung erkämpfte sie sich unter Freudentränen die Goldmedaille für die Dominikanische Republik. Zusammen mit Turn-Star Audrys Nin Reyes und Volleyball-Kapitänin Niverka Marte, die ihr Team zu diesem historischen Gold peitschte, begeisterten sie das Heimpublikum. Dank dieser Leistungen landete die Dominikanische Republik am Ende mit stolzen 46 Goldmedaillen auf einem hervorragenden 5. Platz des Gesamtklassements.
